Winterdienst auf Gehwegen (Quelle: berlin.de)

Wieviel Meter in diesem Winter frei sein müssen:

Seit November 2011 gelten beim Winterdienst neue Räumbreiten für Gehwege. Es muss deutlich mehr Schnee geräumt werden als noch im Jahr zuvor.

Bereits mit der Novellierung des Gesetzes im November 2010 wurde festgelegt, dass bestimmte Gehwege ab diesem Winter in einer Breite von 1,50 Metern von Schnee und Eis zu räumen sind. Auf normalen Gehwegen beträgt die Räumbreite nach wie vor einen Meter.

Gehwege an Hauptverkehrsstraßen und Geschäftsstraßen: 1,5 Meter

Die größeren Räumbreiten betreffen die Gehwege von Straßen der Reinigungsklassen 1 und 2, das heißt: Gehwege an Hauptverkehrsstraßen und vielen Geschäftsstraßen müssen auf 1,5 Meter Breite schnee- und eisfrei sein. Die Grundstückseigentümer bleiben weiterhin zuständig für den Winterdienst auf den Gehwegen. Die Einteilung der Straßen in die Reinigungsklassen ist in der aktuellen Verordnung über die Straßenreinigungsverzeichnisse zu ersehen. Die 17. Änderungsverordnung hierzu wird in Kürze veröffentlicht.

Stark frequentierte Gehwege: 3,0 Meter

Zudem tritt in Kürze eine Verordnung über die Festsetzung von erforderlichen Breiten für Winterdienstmaßnahmen auf Gehwegen in Kraft. Diese Verordnung gilt für Straßen, die in einem weitaus größerem Maße von Fußgängerinnen und Fußgängern frequentiert werden als andere Hauptstraßen. Betroffen hiervon sind der Kurfürstendamm, die Tauentzienstraße, die Ebertstraße, die Scheidemannstraße und Unter den Linden einschließlich Schloßplatz. Die Breite für Winterdienstmaßnahmen beträgt in diesen Straßen dann drei Meter.

Streusalz ist verboten

In Berlin gilt weiterhin: Kein Streusalz zur Schnee- und Eisbeseitigung! Und das aus gutem Grund: Streusalz ist für viele Pflanzen, vor allem für die Berliner Straßenbäume äußerst schädlich. Durch Salze wird der Wasserhaushalt beeinträchtigt, das Wurzelwachstum vermindert und lebenswichtige Nährstoffe verdrängt. Streusalz wird nicht abgebaut, sondern reichert sich im Boden an.

Salz ist schädlich für die Bäume

Es wird von den Bäumen über die Wurzeln aufgenommen und bis in die Blätter transportiert. Dort ruft es Verfärbungen der Blätter, Absterbeerscheinungen am Blattrand und vorzeitigen Blattfall hervor. Bei empfindlichen Baumarten wie Ahorn, Linde und Rosskastanie bewirken langfristige Salzbelastungen schüttere Kronen und langsames Absterben der Bäume. Die Ausbringung von Streusalz auf Privatgrundstücken und Gehwegen ist in Berlin deshalb grundsätzlich verboten.

Allein die BSR darf unter Umständen Streusalz verwenden

Allein die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) darf in bestimmten Straßenabschnitten und bei entsprechenden Wetterlagen Streusalz verwenden. Nach dem Straßenreinigungsgesetz bzw. Naturschutzgesetz kann jeder andere Einsatz von Auftaumitteln (z. B. auf Gehwegen) mit entsprechend hohen Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Weitere Informationen nebst Straßenübersicht finden Sie hier.

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