Europas Turbulenzen

Kaum zu glauben, was sich mit den Südländern der Eurozone noch alles zusammenschiebt. Haben denn die so genannten Finanzexperten vor 12 Jahren nicht übersehen, dass das Leistungsniveau der Euroländer große Unterschiede aufweist? Was haben sich denn die Problemländer bei ihrem Beitritt zur Eurozone versprochen? Dass die starken Länder für die Stabilität schuften und die teilweise wirklich aberwitzigen Finanzgebaren, die Griechen, Spanier, Italiener z. B. als eine besonders lockere Lebensweise dem restlichen Europa das das Zukunftsmodell empfehlen.

Wenn in Griechenland die Reedereien z. B. grundsätzlich von der Steuer befreit sind, Rentner die schon lange nicht mehr leben immer noch Rente beziehen, Abgeordnete in einem Regionalparlament 17.000,- € Diäten im Monat beziehen (Nordrhein-Westfahlen zahlt bei 17 Mio Einwohnern 8.000,- €, Griechenland hat insgesamt nur 11 Mio Einwohner) und das ganze Steuersystem wohl aus der Steinzeit stammt, dann ist es unerhört, was da für Angriffe auf die Bundeskanzlerin und auf Deutschland überhaupt losgelassen werden.
Die tollsten Vorschläge kommen allerdings in diesem ganzen Spektakel von der Opposition in Deutschland auf Bundesebene. Schon vor 2 Jahren haben sich Sozialdemokraten und Grüne beschwert, dass Deutschland nicht sofort 20 LKW Kipper mit 500 € Noten beladen sofort nach Griechenland geschickt hat. Am Wochenende haben sich Herr Steinmeier und Herr Trittin nun ganz besonders fachkundig geäußert. Zitat aus der Morgenpost vom 30. 07. Seite 6 „SPD und Grüne werfen Merkel vor, der EZB im Fall von Spanien keine andere Wahl zu lassen, als dessen Zinslast durch einen Aufkauf von Staatsanleihen zu mildern. Die EZB soll das Geschäft der Politik übernehmen, damit Merkel sich als Hüterin des deutschen Portemonnaies aufblasen kann“, sagte SPD Fraktionschef Frank- Walter Steinmeier. Gott schütze uns vor solchen Kanzlerkandidaten. Diese Leute hätten mal ihrem sozialistischen Ministerpräsidenten Zapatero, der fast 10 Jahre Spanien regiert hat, einige Empfehlungen geben sollen. Oder vielleicht haben sie das sogar. Die riesige Immobilienblase, die Zapatero hinterlassen hat, erinnert mich an das Finanzierungsmodell des “Sozialistischen Wohnungsbaus“ der SPD in Westberlin, das uns nach der Wende für Gesamtberlin noch ca. 30 Milliarden € Schulden eingebracht hat.
Keine Frage dass der Weg zu einem einheitlichen Europa die Solidarität aller Länder erfordert. Deutschland ist ohnehin der größte Nettozahler. Aber in ein Fass ohne Boden soll man keinen Wein gießen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer
Herzlich
Ihr Fritz Niedergesäß
Kreisvorsitzender

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