Infrastruktur in Treptow-Köpenick

Nicht nur Straßen und Schienen sind Infrastruktur. Dazu gehören auch Schulen, Verwaltungsgebäude, öffentliche und private Veranstaltungsanlagen, Kabel, Kanalnetze aller Ver- und Entsorgungsträger usw. Bezüglich der Infrastruktur Straße hat unser Bezirk schon erhebliche Fortschritte in den letzten 25 Jahren gemacht. Die A 113, der erste Bauabschnitt der TVO und der Glienicker Weg sind nur einige Beispiele. Die Süd-Ost-Verbindung (SOV) von der Köpenicker Landstraße zur Rummelsburger Straße wurde begonnen. Die Brücke über die Spree (420 m lang) wurde ausgeschrieben und vergeben.

Die Weiterführung der A 100 vom Dreieck Neukölln bis zur Straße Am Treptower Park wurde begonnen. Der Umbau oder besser der Neubau des Ostkreuzes in Friedrichshain wird in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein. Alles gewaltige Investitionen, die zur Sicherung unseres Wohlstandes beitragen werden.

Der Wohnungsbau in unserem Bezirk kommt gut voran. Genossenschaften und städtische Wohnungsbaugesellschaften sind an Neubau und an der Sanierung aktiv beteiligt. Auch private Bauherren kämpfen um Baugenehmigungen. Einfamilienhäuser wachsen überall schnell empor; sogar in Bohnsdorf in der Einflugschneise. Trotzdem reicht der Wohnungsbau nicht aus, um dem Ansturm auf Berlin gerecht zu werden. Was mir fehlt, ist die Förderung von Mietereigentum im Neubau. Sachsen macht zurzeit gute Fortschritte damit.

Was mich bedenklich stimmt: es gibt immer mehr Gegner bei Baumaßnahmen, die insgesamt für die Modernisierung unserer Lebenswelt wichtig sind. Beim Straßenbau ist es ja teilweise noch zu verstehen. Was ich aber überhaupt nicht begreife ist, dass sich Bürger über Wohnungsbau aufregen. Da werden kuriose Einwände vorgebracht. Ich glaube, da haben wir als CDU ein großes Betätigungsfeld, wir müssen es nur aufnehmen.


Bei der Verkehrsinfrastruktur geht es ja nicht nur darum, den Verkehr sicherer und flüssiger zu machen. Es geht auch darum, die Lärm- und Feinstaubbelastungen aus den Wohngebieten, wo immer nur möglich, durch Tangenten in Form von Schall geschützten Neubauten oder Autobahnen heraus zu holen.  Deshalb sollten wir weiter um die im Flächennutzungsplan festgelegten Trassen kämpfen. Die Ost-West-Verbindung (Nordumfahrung der Altstadt Köpenick, OWV) zum Beispiel oder den Umbau der Grünauer Schleife an der B 96 a (Adlergestell). Die Weiterführung der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) von der Wuhlheide bis zur B 1/5 mit Anschluss an die Märkische Allee scheint jetzt langsam in die Planfeststellungsphase zu kommen. Aber ich fürchte, dass dort in den nächsten10 Jahren noch kein Auto fahren wird. Für die A 100 ist die planmäßige Bauzeit mit acht Jahren angesetzt.


Wir müssen auch bei Diskussionen mit den Bürgern klar Stellung beziehen. Der Bau von Autobahnen wird zu 100 Prozent vom Bund bezahlt. Für die oben genannten Trassen (OWV, SOV und TVO) gibt es in der Regel 80 Prozent Finanzierung über GA-Mittel vom Bund. Wir sind eine Partei, die die Gestaltung von Zukunft in ihrem Grundsatzprogramm zu stehen hat. Verhinderer finden Sie links von uns zur Genüge. Deshalb sollten wir energischer für die Gestaltung von Zukunft eintreten. Dazu möchte ich Sie alle aufrufen.

Herzliche Grüße
Ihr Fritz Niedergesäß
Kreisvorsitzender 

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