Schwerin setzt Zeichen

Bericht von der 15. Bundesversammlung der Senioren-Union

Am 4. und 5. September 2014 tagte in Schwerin, im repräsentativen carathotel,  die 15. Bundesdelegiertenversammlung der Senioren-Union der CDU Deutschlands mit Neuwahl des Bundesvorstandes. Eine ökumenische Andacht mit Ansprachen von Weihbischof Norbert Werbs (Erzbistum Hamburg) und Landesbischof Gerhard Ulrich (Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland), stimmungsvoll umrahmt mit „Lobe den Herren“ und „Nun danket alle Gott“ (musikalisch begleitet vom Wismarer Kirchenkreis-Kantor Christian Domke) und beendet mit Segen und „Vater Unser“, leitete die zwei arbeitsreichen Tage ein. Stellvertretend für viele wurde in einer ehrenden Videodarbietung fünfunddreißig verdienter Mitglieder der Senioren-Union gedacht, die in den vergangenen zwei Jahren verstorben waren.

Bundesvorsitzender Professor Dr. Otto Wulff hielt eine kämpferische Rede, in der er u. a. ausführte: „Es ist unbestritten und besteht kein Zweifel daran, dass die über 60jährigen bei allen Wahlen nicht nur die mit Abstand wahlfreundlichste Gruppe waren, sondern in ihrer großen Mehrheit auch der CDU ihre Stimme gegeben und sie zur stärksten Partei knapp vor der absoluten Mehrheit gemacht haben. … Und weil das so ist, verlangt die Senioren-Union mehr Mitbestimmung, und zwar jetzt und heute“. Bei seiner (Wieder)Wahl gaben 226 Delegierte ihre Stimme ab, davon votierten 210 für ihn (92,9 %). Unsere Berliner Landesvorsitzende Gertraud Schickedanz wurde mit gutem Ergebnis als Beisitzerin in den Bundesvorstand gewählt.

Nach den sich – naturgemäß – lang hinziehenden Wahlen des neuen Bundesvorstandes begann die Beratung der 32 Anträge und deren Abstimmung. Die vier Delegierten der Landesvereinigung Berlin bereiteten einen Änderungsantrag zum Antrag C 27 der Landesvereinigung Schleswig-Holstein („Politische Bekämpfung gesellschaftlicher Rechtsradikaler“) vor, dessen neue Überschrift und entsprechender Inhalt nun lauten sollte: „Politische Bekämpfung von Links- und Rechtsradikalismus“. Die Landesvereinigungen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern schlossen sich diesem Änderungsantrag an. Ein Aufruf dieser Drucksache erfolgte jedoch nicht, da der Ursprungsantrag vom Einreicher zurückgezogen wurde.

Am Schluss des ersten Beratungstages berichteten in einer interessanten Podiumsdiskussion hochrangige Zeitzeugen aus Ungarn und Deutschland von den Tagen vor 25 Jahren, da in Ungarn der „Eiserne Vorhang“ durchlässig gemacht wurde. Ein den Begegnungen gewidmeter „Mecklenburg-Vorpommern-Abend“ schloss den ersten Beratungstag ab.  – Mit weiteren Antragsberatungen und inhaltsreichen Gast-Reden von Karl-Josef-Laumann, Bundesvorsitzender der CDA und Dr. Peter Altmaier MdB, Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, wurde der 2. Beratungstag ausgefüllt.

Am Schluss bezeichnete Professor Dr. Otto Wulff die beiden Tage als „sehr ersprießlich und anregend für die weitere Arbeit der Senioren-Union vor Ort“. Dann fehlte auch bei dieser 15. Bundesvertreterversammlung nicht das zu Herzen gehende „Lied der Deutschen“. Mit vielen Erkenntnissen und neuem Elan fuhren die schließlich auf 264 angewachsenen Delegierten am Nachmittag des 5. September zurück in ihre Heimatorte.

Ulrich Stahr,
SU-Kreisvorsitzender und stellv. Landesvorsitzender

Inhaltsverzeichnis
Nach oben