Unser Bezirksstadtrat hat das Wort

Liebe Mitglieder der CDU Treptow-Köpenick, liebe Freunde,
möglicherweise haben Sie die Berichte in der Presse  zur Behandlung von Liedgut aus dem Nationalsozialismus in einem Musikkurs des 11. Jahrgangs des Emmy-Noether-Gymnasiums verfolgt. Das Landeskriminalamt informierte die Schulleitung mit Schreiben vom 24.03.2015 über eine dort eingegangene Anzeige.  Richtig ist, dass das „Die Fahne hoch“ auch bekannt als „Horst-Wessel-Lied“ neben anderem Liedgut im Kontext des Themas „Lieder im Dienste politischer Propaganda“ behandelt wurde. Ziel war es, unter Berücksichtigung des Rahmenlehrplans inhaltliche und sprachliche Manipulationsstrategien des Nationalsozialismus aufzuzeigen. Die Planung der Musiklehrerin sah vor, in der anstehenden Klausur den „Kälbermarsch“ mit Text von Bertolt Brecht und Musik von Hanns Eisler, eine antifaschistische Parodie auf das Wessel-Lied, analysieren und beurteilen zu lassen. In Vorbereitung darauf setzte sie sich deshalb mit musikwissenschaftlichen Analysemethoden mit dem Original auseinander.

Glücklicher Weise sind die Ermittlungen zu demselben Schluss gelangt und wurden eingestellt. Dass ausgerechnet von einem, ob seiner Stasi Vergangenheit nicht unumstrittenen, linken Lokalpolitiker eine derart verleumdende und nicht nachgeprüfte Anschuldigung öffentlich gemacht wurde kann und sollte nicht toleriert werden. Der nachwirkende Schaden für die Lehrerin, die Schule und auch für den Bezirk wird noch lange anhalten.

Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche noch nicht sonntags geöffnet

Die kürzlich bekannt gegebene neue Sonntagsöffnung der Gedenkstätte  Köpenicker Blutwoche in der Puchanstraße 12 in Berlin-Köpenick kann aus organisatorischen und sicherheitsrelevanten Gründen vorerst leider noch  nicht realisiert werden. Das Bezirksamt bittet um Verständnis. Jeweils donnerstags kann die Gedenkstätte, wie gewohnt, 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Besuche und Führungen sind darüber hinaus weiterhin nach Anmeldung und Absprache möglich. Bitte senden Sie dazu eine Mail an das Team vom Museum  Treptow-Köpenick: museum@ba-tk.berlin.de oder rufen Sie unter der Telefonnummer 90297-3351 an.

3. Berliner Wassersportfest

Vom 01. bis 03. Mai 2015 in Berlin-Grünau fanden 3 Tage volles Programm am, auf und im Wasser für die ganze Familie statt. Das Berliner Wassersportfest knüpft an die Tradition der beliebten Boots- und Camping- Messen auf der historischen Regattastrecke in Berlin-Grünau an, die dort früher bereits in ähnlicher Form eine erfolgreiche Sport- und Produktpräsentation war. Statt fanden die Deutsche Meisterschaft der Schlauchboote in der ThunderCats-Klasse und die erste Berliner Elektro-Boot-Regatta. Das Karrierecenter der Bundeswehr Berlin kam mit einem Fahr- und   Flugsimulator, dem Infobus der Marine sowie einem InfoMobil, und bot stündlich kostenlose Mitfahrten auf der Barkasse MARINE 1 an. Neben einem spektakulären Wasserprogramm mit einem Formel1-Boot, sowie    Rettungsübungen von DLRG und Berliner Feuerwehr gab es an allen Tagen ein abwechslungsreiches Live-Programm auf der Bühne vor der Regattatribüne. Sportvereine präsentierten sich und ihre Sportarten und das nicht nur an Land, sondern auch auf dem Wasser mit Probierangeboten und    Schnupperkursen sowie diversen Mitmach- und Spielmöglichkeiten. Auch für Kinder gab es jede Menge Attraktionen. Leckeres vom Holzkohlegrill bis hin zum klassischen und veganen oder vegetarischen Crèpes, dazu ein frisch Gezapftes oder ein Gläschen Wein rundeten das 3. Berliner Wassersportfest bei natürlich bestem Wetter an der Regattastrecke Grünau in Köpenick ab.

Feierliche Eröffnung der neuen Mittelpunktbibliothek Treptow

Am 22. April 2015 wurde im Bezirk Treptow-Köpenick die neue  Mittelpunktbibliothek Treptow im Beisein vieler Gäste, darunter PolitikerInnern, PlanerInnen und  ArchitektInnen u.a. Beteiligten feierlich eröffnet. Die Mittelpunktbibliothek Treptow verbindet an ihrem Standort die    Vergangenheit mit der “Alten Feuerwache“ von 1908 und die Gegenwart mit  dem Neubau der Bibliothek von 2015. Von diesem gelungenen Fundament kann in die Zukunft gesehen werden. Der Blick richtet sich auf die Bevölkerung in Schöneweide, Johannisthal und Baumschulenweg, dem unmittelbaren Einzugsgebiet der Bibliothek. Und die Sicht geht darüber hinaus, sie bezieht alle Ortsteile in Treptow mit ein. Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind zu Besuch und Nutzung der Mittelpunktbibliothek eingeladen. Die Eröffnungsfeier soll alle Beteiligten zusammenführen: diejenigen, die diese Bibliothek gedacht, geplant und ausgeführt haben; ArchitektInnen, die Bau- sowie StadtplanerInnen und  Handwerker;  die, die das Projekt politisch begleitet, unterstützt und entschieden haben: Bezirksamt, BVV und Gremien - die, die den Altbau und den    Neubau finanziell ausgestattet und gefördert haben: der Bezirk Treptow-Köpenick, das Land Berlin und die EU - die,  die es zukünftig zum Nutzen aller Besucherinnen und Besucher betreiben werden: die Beschäftigten der Stadtbibliothek Treptow-Köpenick.  Wir freuen uns auf ihren Besuch.

Alte Schule in Adlershof vor 125 eingeweiht

Am 14. April vor 125 Jahren wurde in der heutigen Dörpfeldstraße 54/56,  damals hieß sie Bismarckstraße, Einweihung gefeiert: der linke Flügel der ersten Adlershofer Gemeindeschule war fertig gestellt. Vorausgegangen war die Entscheidung der königlichen Regierung in Potsdam im Jahre 1888, dass Adlershof eine eigene Schulgemeinde zu gründen hat. Schon damals wuchsen die Einwohnerzahlen in der Stadt und so gab es auch in Adlershof immer mehr Kinder, die einen Platz in der Schule brauchten. Schon bald nach der Eröffnung musste das Schulhaus erweitert  werden. Auch für den Erweiterungsbau erhielt Maurermeister Robert Buntzel aus Berlin den Zuschlag. Heute befindet sich das Kulturzentrum Adlershof in der ehemaligen Gemeindeschule, einem mittlerweile denkmalgeschützten Gründerzeitbau. Hier hat die Kulturverwaltung des Bezirkes Treptow-Köpenick ihren Sitz und unter anderem in der Aula präsentiert die kommunale Galerie „Alte Schule“ zeitgenössische Kunst. In der Artothek können originale Werke zeitgenössischer bildender Kunst ausgeliehen werden. Der örtliche Kiezklub mit seinen vielfältigen Angeboten ist beliebter Treffpunkt für viele Menschen aus dem Ortsteil. Im Hause finden Veranstaltungen,  Kunstkurse und Bürgertreffen verschiedenster Art statt. Ein gastronomisches Angebot ist ebenfalls vorhanden. Die Volkshochschule führt im Kulturzentrum Deutschkurse für Flüchtlinge durch. Direkt angeschlossen an das alte Schulgebäude befindet sich die Stefan-Heym-Bibliothek, untergebracht in einem Neubau. In der Heimatstube hegt und erforscht der Ortschronist Rudi Hinte die Geschichte von Adlershof. In seiner Publikation „Adlershof - Teil 1“ ist nachzulesen: „Am 14. April 1890 wurde die erste Adlershofer   Gemeindeschule, der linke Flügel des heutigen Schulgebäudes, feierlich eingeweiht. Statt der 1888 etwa 190 `geplanten´ mussten jedoch 441 Kinder aufgenommen werden! Die Erweiterung des Schulbaus stand   auf der Tagesordnung und im Oktober 1892 konnten die ersten vier Klassen genutzt werden. Das Gebäude erhielt seinen etwas vorgezogenen Mittelteil mit der Aula sowie dem rechten Flügel. Und wieder wurde  Einweihung gefeiert.“

Ihr/Euer Michael Vogel

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