Wohnungsmangel und Neubau – in Treptow-Nord passiert etwas!

Berlin wächst. Seit 2010 sind die Zahlen der Zuzügler nach Berlin größer als die Zahl der Wegzügler. Berlin wächst jährlich um ca. 40.000 Menschen, das heißt also, jedes Jahr wird Berlin um ein Kiez größer, ohne dass Berlin an Fläche gewinnt. Was das bedeutet, ist nun langsam beobachtbar: denn auch diese 40.000 Menschen wollen eine Wohnung sowie die nötige städtische Infrastruktur wie Schulen, Kitas, Nahverkehr, gute Straßen nutzen und suchen sich dafür betreits gut funktionierende attraktive Kieze und sind auch bereit für diese gerne mehr Geld für Miete oder den Kauf einer Wohnung aufzubringen.

Mit der gescheiterten Bebauung des Tempelhofer Feldes hat Berlin die Chance vertan im großen Stil Wohnungen außerhalb der bestehenden Kieze zu schaffen und den Zuzüglern damit ein Angebot zu machen. Denn nur mit Neubau ist es möglich, das derzeitige Preisniveau zu halten. Nun müssen wir damit leben, dass Neuberliner zu Nachbarn in unseren Kiezen werden und das Sie damit natürlich auch Veränderung mitbringen. Was diese Veränderung in Alt-Treptow bedeutet und dass es ein Irrtum ist, dass Neubau zu Preissteigungen und Verdrängung führt, möchte ich im Folgenden erläutern.

Wir können uns bereits heute freuen, dass wir in Alt-Treptow mit dem sogenannten Agromex-Projekt am Ufer der Spree ein Vorzeigeobjekt gelungener Stadtplanung haben, welches ein Beispiel liefert, wie sich so ein Projekt positiv auf seine Umgebung auswirkt. Geplant sind hier zwei Wohntürme (90 m und 110 m) sowie ein 60 Meter hoher Hotelturm mit rund 200 Zimmern, öffentl. Restaurant und Ladenzeile im Erdgeschoss. Gebaut wird in der Fanny-Zobel-Straße zwischen dem Treptowers-Areal mit dem Allianzturm auf der einen Seite und der Arena-Treptow auf der anderen Seite. Diese Mischung aus Wohnen und Hotel ergänzt das Areal und schließt eine Lücke am Uferstreifen der alten Industriebrache. Der Mehrwert für Alt-Treptow steckt im Detail. Neben dem Wohnraum der geschaffen wird, wird aus privatwirtschaftlicher Tasche ein 3000 qm großer Bürgerpark gestaltet, der Uferweg entlang der Spree um 3 m verbreitert und, und das ist nur mitprivatwirtschaftlicher Hilfe, der alte Zollsteg aus DDR-Zeiten saniert und so hergerichtet, dass er künftig dem Museumshafen Berlin mit seiner Sammlung historischer Schiffe eine Heimat bieten kann. Zudem wird sich auf dem Steg Platz für ein Museum zur Mauer in diesem Bereich, sowie für insgesamt bis zu 3 Restaurants finden. Auch eine Anlegestelle für die Ausflugsschifffahrt und für Freizeitkapitäne ist vorgesehen. Das alles könnten weder Stadt noch Bezirk leisten, diesen bisher verfallenen Uferstreifen für alle attraktiv zu gestalten, ein neues Zentrum zu etablieren und dabei sogar noch Wohnraum zu schaffen. Hier ist man auf Initiativen der Wirtschaft angewiesen und für Ihr Engagement kann man dem Projekt besonders hier nur danken. Bisher sind wir als CDU die Einzigen, die sich tatkräftig für dieses Projekt stark machen denn die Losung "nur Neubau schafft Abhilfe" kann hier gelebt werden.

Dustin Hoffmann

Inhaltsverzeichnis
Nach oben