Das Schuljahr 2015/16 hat begonnen - Treptow-Köpenick ist gut aufgestellt

Das Schuljahr 2015/16 hat nun begonnen. Die Einschulungen fanden statt und die Akteure haben sich mit den Rahmenbedingungen arrangiert. Auch wenn die Einschulung für die Kinder und ihre Familien ein besonderes Ereignis ist, müssen doch aufgrund der Platzkapazitäten einige Einschränkungen bei der Zahl der begleitenden Gäste akzeptiert werden.

Die Region Treptow-Köpenick hat wegen seiner Randlage in Berlin seit Jahren mit großen Herausforderungen bei der Lehrkräftegewinnung zu kämpfen. Bis 2020 werden die Schüler(innen)zahlen in Treptow-Köpenick um zirka 25  Prozent steigen. Damit einher geht erhöhter Personalbedarf. Für das Schuljahr 2015/16 konnte der Lehrkräftebedarf im Wesentlichen gut abgesichert werden und die Schulen in der Regel das Schuljahr damit in personeller Hinsicht gut vorbereiten. Dies war möglich durch ein intensives Agieren aller Beteiligten in der Region. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle aber auch das hohe Engagement der bezirklichen Schulaufsicht sowie der Schulleitungen im Kontakt mit jeder am Einsatz in Treptow-Köpenick interessierten Lehrkraft. Ohne all dieses wäre die Einrichtung des Schuljahres in der bestehenden Qualität und Quantität nicht möglich gewesen.

Auf Druck der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus liegt nun ein Gesetzesentwurf vor, nach dem das Regeleinschulungsalter wieder bei 6 Jahren liegen wird. Eine frühere Einschulung sowie die Rückstellung um ein Jahr werden auf Antrag weiterhin möglich bleiben.  Die CDU hat sich früh und als einzige Partei dafür eingesetzt, dass der Entwurf der neuen Rahmenlehrpläne überarbeitet und erst ein Jahr später als geplant eingeführt wird. Somit haben alle Beteiligten ausreichend Zeit bekommen, ihre Positionen zu formulieren und einzureichen. Die CDU-Fraktion wird weiter darauf dringen, dass der Geschichtsunterricht auch Geschichtsunterricht bleibt und die Koalitionsvereinbarung „weniger, aber verbindliche Inhalte“ als Hauptziel des neuen Rahmenlehrplans erreicht wird.

Eine besondere Herausforderung für den Schulträger wie für die Pädagogen stellt der anhaltende Flüchtlingszuzug auch in die Treptow-Köpenicker Schulen dar. Berlin wird weiterhin den Weg verfolgen, diese Kinder und Jugendlichen in den Schulen zu unterrichten. Schülerinnen und Schüler, die über keine Deutschkenntnisse verfügen, werden nicht in den Regelklassen, sondern in besonderen Lerngruppen mit dem Ziel des zügigen Spracherwerbs unterrichtet. Der erneute und weitere Zuwachs von Schülerinnen und Schülern erfordert wie im Vorjahr nicht nur eine höhere Anzahl von Lehrkräften, sondern auch die Ausweitung der räumlichen Kapazitäten. Im Kalenderjahr 2014 wurden rund 200 Sanierungsvorhaben an den Berliner Schulen realisiert. Das Land stellte dafür 64,3 Mio. € jährlich zur Verfügung. 2015 sind es insgesamt 220 Maßnahmen aus dem Schulanlagensanierungsprogramm plus 44 aus dem neuen Sanitär-Sanierungsprogramm, für das weitere 12 Mio. € zur Verfügung stehen.

Für Ergänzungsbauten stehen von 2014 bis 2016 rund 127,5 Mio. € zur Verfügung. Zur zügigen Erweiterung der räumlichen Kapazitäten wird Treptow-Köpenick an mehreren Schulen weitere Ergänzungsbauten errichten. Hierbei handelt es sich um Gebäude in Systembauweise von hoher Qualität, barrierefrei und mit Klassen- und Gruppenräumen. Ein modularer Ergänzungsbau wurde 2015 an der Schule am Berg in Altglienicke errichtet, 2016 soll die Grünauer Gemeinschaftsschule folgen. Ab 2016 erhalten die Schulen das Angebot, flexible Mittel in einem Gesamtvolumen von 10 Mio. € p.a. in Anspruch zu nehmen. In Abhängigkeit ihrer Schulgröße erhalten sie bis zu max. 20.000 € pro Jahr. Diese Mittel stehen für Schönheits- und Kleinreparaturen, Honorare für Fortbildungen und optional in Form von Ermäßigungsstunden zum Einstieg in den Aufbau einer Beratungs- und Koordinierungsstelle für die inklusive Schulentwicklung zur Verfügung. Von den Mitteln profitieren alle öffentlichen Schulen (inkl. berufliche Schulen).

Alles in Allem die besten Voraussetzungen für einen guten Start in das neue Schuljahr. 

Michael Vogel
Bezirksstadtrat

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