Beratung mit dem Kleingartenverband Köpenick

Herr P- Weideling und Herr H.-D- Meier bedanken sich bei dem Fraktionsvorsitzenden für die Einladung und für die damit verbundene Möglichkeit, der Fraktion die aktuellen Probleme des Bezirksverbandes vorzutragen.

Herr Meier stellt den Bezirksverband Gartenfreunde Köpenick e. V. vor.

Der Bezirksverband der Gartenfreunde Köpenick e.V. ist Zwischenpächter von ca. 170 Hektar Kleingartenland in Köpenick und verpachtet einzelne Kleingärten über Unterpachtverträge an die Kleingärtner. Grundlage für alle Vertragsverhältnisse ist insbesondere das Bundeskleingartengesetz . In den mehr als 3000 Kleingärten gehen Kleingärtner aus nahezu allen Berliner Bezirken einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nach.

Die Köpenicker Kleingärten sind in 60 Kleingartenanlagen ( Kolonien ) zusammengefasst (die Karte siehe unter: www.gartenfreunde-koepenick.de/products.htm) , die sich über das gesamte Gebiet des Bezirkes verteilen. Nicht wenige dieser Kleingartenanlagen befinden sich in landschaftlich reizvoller Lage in der Nähe von Wäldern und Seen. Hier bietet sich die Gelegenheit, neben dem kleingärtnerischen auch wassersportlichen Hobbies nachzugehen . Die Kleingartenanlage "Baumgarteninsel" ist sogar nur mit dem Boot zu erreichen.

Im Norden von Köpenick, in Oberschöneweide, in der Köllnischen Vorstadt und entlang der Wendenschlossstraße befinden sich Kleingartenanlagen in direkter Nachbarschaft zu größeren Wohngebieten. Die hier befindlichen Kleingärten werden in erster Linie von den Anwohnern gepachtet und intensiv kleingärtnerisch genutzt.

Der Verband hat aktiv bei Errichtung eines interkulturellen Gartens an der Wuhle mitgewirkt.

Der dauerhafte Bestand der Köpenicker Kleingartenanlagen ist durch den Flächennutzungsplan ( FNP ) weitgehend abgesichert. Dieser FNP und laufende Bereichsentwicklungs- und Bebauungsplanungen werden dazu führen, dass in Köpenick auch in zwanzig Jahren über 3000 Kleingärten existieren werden.

Das Recht für die innere Gestaltung liegt bei Kleingartenanlagen bzw. Kolonien. Solche Aufgaben wie z. B. Erledigung der rechtlichen Fragen, Auftragsvergabe etc. sind zentralisiert und werden vom Vorstand ausgeführt.

Die Nachfrage nach Kleingärten ist in letzter Zeit stark zugenommen. Es gibt eine lange Bewerberliste, die vor allem aus jungen Familien mit Kindern und der Generation 50 besteht.

Die Probleme, die ab und zu entstehen, haben in ihrem Grunde ein menschliches Faktor: nachbarschaftliches Auseinandersetzen, fehlende Toleranz, zu hohe Erwartungen beim Pächterwechsel, unerlaubte Bauarbeiten, kein Nachwuchs für die Übernahme der ehrenamtlichen Tätigkeit im Vorstand.

Die CDU-Fraktion im AHvB hat mit ihrem Antrag ersucht, die Schutzfristen für Kleingartenflächen, die bisher bis zum Jahr 2010 bzw. 2014 gesichert sind, bis zum Jahr 2020 zu verlängern. Die regierende Rot-Rote Koalition hat diesen Antrag leider abgelehnt, was nicht hinnehmbar ist.




 

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